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| Grenze Verletzte Landschaften Ludwig Schumann Fotos: Hans Wulf Kunze Von Mai bis Oktober 1990 fahren der Schriftsteller Ludwig Schumann und der Fotograf Hans-Wulf Kunze an die ehemalige "Staatsgrenze West" in Sachsen-Anhalt, um dort an einem Projekt zu arbeiten.
In Interviews, die Schumann eher als "Selbstportraits" versteht, lässt er erzählen, verzichtet auf Rückfragen. "Ich wollte keine historischen oder technischen Details recherchieren - mich interessierten die Menschen. Die, die mit dieser Grenze aufgewachsen sind, in ihrer Nähe gelebt und gearbeitet haben. Mich interessieren die Zeugen dieser kurzen Zeit, als es die DDR alter Prägung noch nicht gab", sagt er später.
Kunze will mit seinen Fotografien weniger dokumentieren, als erkunden. Offenbar wird eine Landschaft in ihren Verletzungen.
Die "Verletzten Landschaften" werden schließlich die verbindende Formel sowohl für die Fotografien als auch für die Portraits. Es entsteht eine Spurensicherung entlang der ehemaligen "Staatsgrenze West" in Sachsen-Anhalt. |
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